Tagespflege

Tagespflege ist die Betreuung von Kindern aller Altersstufen tagsüber durch eine Tagesmutter bzw. Tagesvater.

In der Regel findet sie im Haushalt der Betreuungsperson statt.

Wenn Sie sich für eine Berufstätigkeit, Ausbildung, ein Studium entscheiden oder an einer Hartz IV-Maßnahme teilnehmen, sollten Sie rechtzeitig überlegen, welche Betreuungsform Sie für Ihr Kind möchten. Die Suche nach einer geeigneten Tagesmutter oder einem Tagesvater braucht Zeit, ebenso wie die Eingewöhnung Ihres Kindes in eine andere Familie.

Tagespflege ist nicht nur eine Alternative zum Kindergarten. Sie kann auch die Lösung für Sie sein, wenn Öffnungszeiten des Kindergartens nicht mit Ihren Arbeitszeiten übereinstimmen.

Die Betreuungszeiten sowie alle anderen Absprachen treffen Sie mit der Tagesbetreuungsperson. Zu empfehlen ist ein Betreuungsvertrag, in dem die Absprachen schriftlich festgehalten werden.

Die Tagesmutter/der Tagesvater benötigen eine Pflegeerlaubnis vom Jugendamt, wenn sie mehr als 15 Std. wöchentlich, länger als drei Monate und gegen Entgeld Kinder betreuen.

Sie haben die Möglichkeit, sich bei Ihrem Jugendamt oder der Tagespflegevermittlungsstelle in Ihrer Nähe beraten zu lassen. Dort erhalten Sie alle Informationen rund um die Tagespflege, sowie einen Vordruck für einen Betreuungsvertrag.

 

Was kostet eine Tagespflegestelle?

Qualifizierte und vom Jugendamt vermittelte und anerkannte Tagesbetreuungspersonen erhalten eine laufende Geldleistung vom Jugendamt. Das Jugendamt setzt entsprechend Ihrem Einkommen einen Kostenbeitrag fest, den Sie an das Jugendamt zahlen müssen.

 

Die Kostenübernahme (ganz oder teilweise) erfolgt frühestens ab Antragstellung und nicht rückwirkend.

 

http://www.landkreis-oder-spree.de/Service-Aktuelles/Was-erledige-ich-wo-/index.php?mNavID=2426.104&sNavID=2426.104&La=1

 

Wie kommt mein Kind mit zwei Müttern zurecht?

Diese Frage stellen sich Mütter/Väter vor allem dann, wenn das Kind noch sehr klein ist.

Schadet es der Entwicklung meines Babys oder Kleinkindes, wenn es zwischen zwei Familien pendeln muss?

Kann es trotzdem eine sichere Bindung zu mir entwickeln?

Ab wann kann ich meinem Baby den Wechsel zumuten?

Bin ich deshalb eine Rabenmutter?

Fragen über Fragen, die häufig den Kern elterlicher Gefühle und Ängste treffen, die nach wie vor von gesellschaftlichen Einstellungen beeinflusst werden und sich vielleicht auch im Verwandten- und Freundeskreis wiederfinden: Das Beste für ein Kind bis zu drei Jahren ist die eigene Familie.

Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits Babys in der Lage sind, zu mehreren liebevollen Personen Bindungen einzugehen.

Befürchtungen, das Kind könnte sich stärker an die Tagesmutter binden, bestätigten sich nicht. Die Tageskinder entwickeln ein sicheres Gefühl dafür, wo sie hingehören und wer ihre richtigen Mütter sind.

Natürlich entsteht eine Bindung zwischen dem Tageskind und der Tagesmutter durch viele Stunden Zuwendung jeden Tag. Das ist gut und richtig so. Für Ihr Kind ist es sehr wichtig zu wissen und zu spüren, dass es diese Beziehung zur Betreuungsperson haben darf.

Es würde andernfalls ein schlechtes Gewissen haben, seine Gefühle verstecken und so einem ständigen Konflikt ausgesetzt sein, der sich nachteilig auf seine Entwicklung auswirken kann.

Ihr Kind kommt umso besser mit der Situation Tagespflege klar, je besser Sie sich mit der Tagesmutter/dem Tagesvater verstehen. Es lernt, auf verschiedene Menschen in unterschiedlicher Weise zu reagieren und sich, ohne die Anwesenheit der Mutter, sicher zu fühlen.

 


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